Dep-Art-ment ARCHIV Prognosen über Bewegungen
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Zehn Zukunftsszenarien

Performances, Lectures, Workshops, Zukunftsberatung
Kongress vom 5.-8. Juni 2008, HAU2/HAU3

Prognosen antizipieren nicht nur die Zukunft, sie sind maßgeblich an der Bewertung und Umgestaltung der Gegenwart beteiligt. Wer Prognosen stellt und wie das geschieht, ist ein entscheidender sozialer, politischer und kultureller Faktor. Bei dem von Gabriele Brandstetter, Kai von Eikels und Sibylle Peters initiierten Kongress Prognosen über Bewegungen soll daher die Zukunft nicht exklusiv in die Hände von Ökonomen und esoterischen Orakeln gelegt werden, sondern aus der Prognose eine vielschichtigere, offenere und zugänglichere kulturelle Praxis gemacht werden.

Vom 5. bis 8. Juni 2008 stellten zehn internationale KünstlerInnen und NaturwissenschaftlerInnen in den Räumen des HAU2 und HAU3 in Berlin Prognosen anderer Art, in Form von Lectures und Performances. Die nomminierten Bewegungs-Weisen und ihre Themen sind:

François Jullien - Die Zukunft des chines. Denkens
Walid Ra'ad / Jalal Touflic - Die Zukunft der Archive
Joshua Sofaer - Die Zukunft der Bio-Graphie
Ligna - Die Zukunft der politischen Bewegung
Guillermo Gomez Peña - Die Zukunft des Rituals
Mamoru Takayama - Die Zukunft der Geschichte
She She Pop - Die Zukunft des Publikums
Karin Knorr-Cetina - Die Zukunft des Marktes
Jon McKenzie - Die Zukunft der Performance
Bojana Kunst - Die Zukunft der Kritik

Einige der Prognosen wurden kollektiv erstellt. Hier boten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Teilnahme an Performances, Experimenten, Workshops. Zudem stand das Beratungsbüro für die vollendete Zukunft von Hannah Hurtzig während des Kongresses all jenen offen, die sich eine persönliche Prognose erstellen lassen wollten.

Die künstlerische Leitung des Kongresses liegt bei Sibylle Peters, die wissenschaftliche Leitung bei Prof. Dr. Gabriele Brandstetter, DepArtment hat das Projekt-Management übernommen.

Prognosen über Bewegungen ist ein Projekt des Zentrums für Bewegungsforschung am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Theater Hebbel am Ufer (HAU), gefördert von der Kulturstiftung des Bundes


www.prognosen-ueber-bewegungen.de