DEPOT ERBE Drucken E-Mail

Tagung – Ausstellung - Performances
25. März bis 1. Mai 2017 in Freiburg (Breisgau)


Choreograf*innen und Künstler*innen aus ganz Europa versammeln sich im Museum und im Theater, um die Tradition von Erbschaft umzudenken:

Konzepte von Hinterlassenschaft, Überlieferung und Weitergabe werden nicht nur diskutiert, sondern auch praktiziert: Wer erbt, besitzt nicht – er nimmt teil.

DEPOT ERBE steigt in die Begriffsdebatte von Nachhaltigkeit ein und fragt, wie man Vergangenes für die Zukunft aufbereiten kann – angefangen beim kulturellen und körperlichen Gedächtnis.

Eine fünfwöchige Ausstellung laden Besucher*innen dazu ein, kulturelles Erbe als unbeendete Hinterlassenschaft fortzusetzen.


Von & mit:
Antonia Baehr & Neele Hülcker | Josep Caballero García mit Dani Brown | Marek Lamprecht | LIGNA | Herbert Maier | Anne Mousselet & Etienne Bideau-Rey | Ivana Müller & Paula Caspāo, Ant Hampton, Bojana Kunst, Paz Rojo, Jonas Rutgeerts, David Weber-Krebs | Mickaël Phelippeau | plan b | Jochen Roller | Graham Smith | Olga de Soto | Helen Schröder | Stan’s Cafe | David Weber-Krebs | Christin Vahl | WLDN/Joanne Leighton | Isa Wortelkamp


DEPOT ERBE startet am 25. März 2017 mit einer öffentlichen Erbschaftsdebatte zur Frage »Wer bestimmt, was hinterlassen wird?«: aus soziologischer, ökonomischer, genetischer und kultureller Sicht wird es in Vorträgen und Gesprächen um Geschichtserfahrung, Ökonomien des (Ver)Erbens, die Verantwortung von Hinterlassenschaften und Erinnerungen sowie um Kriterien und Formen der analogen und digitalen Archivierung gehen.

Was werden wir vererbt haben?

13 Uhr »100 Prozent Erbschaftssteuer!«

Guy Kirsch, Pionier der Neuen Politischen Ökonomie, plädiert für die Verteilung von Erbschaft und fordert einen Fonds zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit.

14 Uhr »Wer erbt, interpretiert«
In der Publikation »Verwaiste Hinterlassenschaften. Formen gespenstischen Erbens« beschreibt der Literaturwissenschaftler Gerhard Richter den Vorgang des kulturellen Erbens als einen Akt der persönlichen Aneignung. Vortrag & anschl. Gespräch mit u.A. Bojana Kunst (Philosophin), Ivana Müller (Künstlerin), Annette Pehnt (Schriftstellerin).

15.30 Uhr »Ist die Zukunft Europas faschistisch?«
Europas faschistisches Erbe aktualisiert sich in unseren Tagen, so die Künstlergruppe LIGNA im Gespräch mit Cornelia Brink (Historikerin), Klaus Theweleit (Kulturtheoretiker), Tanja Vogel (Epigenetikerin).

17 Uhr »Das Vermächtnis immaterieller Künste«
Die Kurator*innen Peter Gorschlüter & Christine Litz, der Choreograph Jochen Roller und der Medienarchivar Thilo Wittenbecher diskutieren über Konzepte zur Bewahrung ephemerer Künste.


Künstlerische Leitung DEPOT ERBE: Anne Kersting

Programm Tagung: Anne Kersting, Katharina von Wilcke

DEPOT ERBE ist ein Projekt der Tanz & Performance-Sparte am Theater Freiburg und des Museum für Neue Kunst Freiburg. Gefördert von TANZFONDS ERBE – eine Initir Kulturstiftung des Bundes

www.theater.freiburg.de

www.freiburg.de/museen

 

Foto: maurice korbel © 2016