Dep-Art-ment ARCHIV Filiale für Erinnerung auf Zeit
Filiale für Erinnerung auf Zeit Drucken E-Mail

Die Filiale für Erinnerung auf Zeit von Hannah Hurtzig und Anselm Franke war vom 2. - 6. September 2000 ein sprechender Erinnerungsort in den Hamburger Kammerspielen.

Das gesamte Haus wurde für jeweils vier Stunden täglich zu einer medialen Installation, die den Vorgang und die Konstruktion von persönlicher und kollektiver Erinnerung beobachtbar machte. Über 50 bekannte Künstler, Wissenschaftler, Zeitzeugen, Medientheoretiker, Archivare und Sammler unterhielten sich im Keller, in Nebenräumen, Garderoben und auf dem Dachboden zu verschiedenen Aspekten der Erinnerungs- und Gedächtniskunst.

Die Zweiergespräche wurden über Videokameras direkt in den Zuschauerraum und auf die Bühne gesendet. Der Besucher konnte die einzelnen Gesprächspartner als 'talking heads' auf Monitoren und Projektionsflächen beobachten und sich via Kopfhörer in die jeweils acht parallel stattfindenden Gespräche einschalten. Ebenso konnte er Fragen in die Gesprächsräume schicken, Gesprächstermine vereinbaren, sich selber von Fachleuten der 'oral history'-Forschung interviewen lassen, die ausgestellten Archive einsehen oder an einer der Hausführungen teilnehmen.

DepArtment/Katharina von Wilcke arbeitete als Produktionsleitung der Filiale für Erinnerung auf Zeit.

Gäste u.a. :
Blixa Bargeld (Musiker), Julius Deutschbauer (Künstler), Wolfgang Ernst (Medienarchäologe), Harun Farocki (Filmemacher), Jochen Gerz (Künstler), Hannes Heer (Historiker), Robert Hunger-Bühler (Schauspieler), Dietrich Kuhlbrodt (Filmkritiker), Jürgen Kuttner (Videoschnipselhermeneutiker), Alexander von Plato (Historiker), Angela Richter (Regisseurin), Daniel Richter (Künstler), Viola Roggenkamp (Journalistin), Christoph Schlingensief (Regisseur), Marianne Schuller (Literaturwissenschaftlerin), Lilo Wanders (Moderatorin), Martin Warnke (Kunsthistoriker).


www.tuliphouse.de
www.mobileacademy-berlin.com